An dieser Stelle wollen wir mit häufigen Fehlinformationen aufräumen:
Angegebener Bedarf der Uni
Dieser Bedarf war der eigentliche Grund warum es den alternativen Entwurf „Sportfeld für die Uni“ überhaupt gibt. Der Bedarf der Uni könnte an anderer Stelle gedeckt werden., das hat das Grünflächenamt bestätigt. Aktuell scheint eine Ausweichfläche aber gar nicht nötig zu sein, da eine Verdrängung am Zülpicher Wall in absehbarer Zeit gar nicht stattfindet. (So verschiedene Quellen aus der Verwaltung)
- „Es besteht keine Verpflichtung der Stadt Köln, die Fläche für die Universität zu berücksichtigen. Es bestehen Alternativstandorte für das Großspielfeld der Universität.“
- Quelle: Fachvortrag vom 18. März 2025 Frau Ihlenfeld, die aktuelle Leitung des Grünflächenamts (https://buergerinfo.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=1038811&type=do, S.26, 27)
Angeblicher Bedarf der Schulen am Großfußballfeld:
- Es wurde kein Bedarf angemeldet. Keine einzige Schule hat je Bedarf für das Großfußballfeld angemeldet. Wozu auch, es bestünde bereits die Möglichkeit mit Fortuna zu kooperieren. Dazu braucht es kein weiteres Kunstrasenfeld im Grüngürtel.
- Es hat aber eine Schule Bedarf an der Variante „Sporthof“ angemeldet, weil vielfältige Sportmöglichkeiten und Sport im Grünen im Sommer interessant wären. Kooperationen mit dem ansässigen Tanzverein werden angebahnt.
- Quelle: https://buergerinfo.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=1038811&type=do, S. 28
Angeblicher Bedarf der Fortuna:
- Die Fortuna Köln e.V. ist somit der einzige Akteur, der die Sportfeld-Variante mit eigenen Interessen vorantreibt. Der Nachweis für deren Bedarf wurde uns mehrfach v.a. von SPD und FDP versprochen und bleibt seit über fast einem Jahr aus. Das wundert nicht, denn:
- Zur Ermittlung des Bedarfs des vereinsgebunden Fußballs wurde 2023 ein externes Planungsbüro beauftragt. Der Jean-Löring-Park soll für 100 Millionen Euro saniert werden, da die aktuellen Sportstätten veraltet und in schlechtem Zustand sind. Diese Sanierung deckt den Bedarf von Fortuna und anderen Vereinen.
(https://www.ksta.de/koeln/rodenkirchen/zollstock/fortuna-koeln-sportpark-wird-fuer-100-millionen-euro-umgebaut-693854 und Mitteilung 3461/2023) - Dies schließt auch den erhöhten Bedarf durch das neue Wohngebiet der Parkstadt Süd ein und einen möglichen Aufstieg der Fortuna.
- Quelle: Ratsinformationssystem: Mitteilung 3461/2023
https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=959940&type=do
Die Behauptung der Fortuna, dass die Kapazitätsgrenzen bereits heute erreicht seien, ist irreführend.
Die Felder auf der Kreisportanlage sind Stand 2025 ungünstig angeordnet und verschwenden dadurch wertvollen Platz. Die Sportstätten sind veraltet und decken in diesem Zustand den Bedarf tatsächlich nicht. Um dieses Problem zu beheben, ist eine aufwändige und kostenintensive Umgestaltung geplant.
Zum Beispiel wird der Ascheplatz in einen Kunstrasenplatz umgewandelt, das Vereinsheim verschoben, und Vieles mehr, was eine erhebliche Steigerung der Kapazitäten ermöglicht. (ca 25% Kapazitäts-Steigerung mit 23 zusätzlichen Trainingseinheiten)
Der Entwurf für den Umbau wurde so ausgelegt, dass der zusätzliche Bedarf gedeckt werden kann. Bei dieser Bemessung und Gestaltung dieser Pläne wurde 2023 die Fortuna einbezogen. Das hat uns das Sportamt, das für die Fläche zuständig ist, bestätigt.
Bei dieser Bemessung wurden im Übrigen Frauen und Männer zugleich berücksichtigt, ebenso das neue Wohngebiet. Es gibt sogar Verkehrskonzepte für den Fall, dass die Fortuna aufsteigen sollte. Die genauen Unterlagen findet ihr hier:
https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=964607&type=do
Das Feld im Grüngürtel wird also nicht benötigt, um den Bedarf zu decken. Mit dem Fußballfeld im Grüngürtel würde der Bedarf sogar überschritten.
Aktueller Stand der Planung im Jean-Löring-Park: Durch gestiegene Baukosten muss leider noch einmal neu ausgeschrieben werden. Auch die Verwaltung bedauert diese Verzögerung und wir schließen uns dem an! Wir wünschen der Fortuna, dass die Sanierung zeitnah vorangeht, denn wir sehen auch, dass der aktuelle Zustand der Sportanlagen eine Zumutung ist.
Wir bestreiten auch nicht, dass die Fortuna tolle Arbeit macht!
Wir wehren uns dagegen, dass der städteplanerisch großartiger Entwurf des „Sporthofs“, zugunsten eines Kunstrasenfeldes verloren geht. Denn diese Fläche sollte für alle Kölner*innen offen sein und Raum für vielfältige Sportarten geben. Selbst Fußball hätte in diesem Entwurf Platz, denn eine Rasenfläche kann man multifunktional einsetzten.
Köln ist vielfältig und das sollte auch der neue Grüngürtel in der Parkstadt Süd abbilden.
